Fernseher aus Deutschland
Deutschland war in der guten alten Zeit gesegnet mit einer großen Anzahl von Fernseherproduzenten. Mit den Marken Nordmende, Telefunken, Blaupunkt, Grundig, Metz und Loewe war Deutschland weltweit bekannt und stand für robuste und leistungsfähige Fernseher.
Die Zeiten änderten sich mit dem Auftreten der billigeren Konkurrenz aus Fernost und immer mehr große deutsche Fernseherhersteller schlossen ihre Tore. Zuerst stellte Blaupunkt mangels Profilabilität die Produktion von Fernsehergeräten.
Einige Jahre später gab auch das Traditionsunternehmen Nordmende auf. Telefunken machte ebenfalls pleite und die traditionsreiche Fernsehersparte ging an den französischen Elektronikkonzern Thompson.
Grundig machte vor kurzer Zeit erst die Tore dicht und verkaufte Markenname und Fernseherproduktion an den türkischen Beko Konzern.
Wer einen Fernseher aus heimischer Produktion haben möchte, der muss nun lange suchen und einen wenig mehr Geld investieren. Metz und Loewe sind die einzigen verbliebenen deutschen Fernseherhersteller. Beide haben sich schon früh auf teure und exklusive Fernseher spezialisiert und sind damit dem ruinösen Preiskampf mit der fernöstlichen Konkurrenten aus dem Weg gegangen.
Anfänglich schien vor allen Dingen der größere der beiden Konzernen - die Loewe AG - den Start in das Flachbildfernsehergeschäft verschlafen, zu haben. Doch durch die später eingegangenen Kooperation mit dem japanischen Sharp Konzern (einer der größten LCD Produzenten) konnte man schnell wieder Anschluss gewinnen. Der verwöhnten eigenen Kundschaft konnten nun endlich, auch eigene Flachbildfernseher angeboten werden.
Mit Loewe und Metz sind nur noch zwei Hersteller aus einer Branche in Deutschland präsent, die lange Jahre weit über die Grenzen des eigenen Landes hinaus Weltruhm besaßen.
