Neuer Standard für DVB-T Receiver
Die Gerüchte verdichten sich: Ein neuer DVB-T Standard wird kommen
Normalerweise arbeiten die DVB-T Receiver in Deutschland mit dem MPEG-2 Kompressionsverfahren, um die Bildinhalte für den Versand zu komprimieren. Geht es nach den Landesmedienanstalten, sollen die Bildinhalte zukünftig im leistungsfähigerem MPEG-4 Verfahren komprimiert werden.
Bislang gibt es sie noch kaum, aber bald sollen DVB-T Receiver die das MPEG-4 Format (H.264) beherrschen, die herkömmlichen Receiver erstezen. Gleiches gilt auch für Fernseher mit eingebautem DVB-T Receiver.
Der Grund liegt in der höheren Kompressionsrate die mit MPEG-4 möglich ist. Die Sender könenn doppelt soviel Inhalte in gleicher Qualität über den Kanal schicken. Das spart natürlich Kosten.
Wie weit die Idee fortgeschritten ist, kann man der folgenden Aussage entnehmen.
Einem Bericht der DPA zufolge äußerte sich ein Sprecher der Arbeitgemeinschaft Landesmedienanstalten mit dem Satz: „Als Verbraucher ist man mit einem MPEG-4-fähigen Gerät auf der sicheren Seite.”
Wenige Jahre nach der Einführung des DVB Standard beglücken uns die Sender schon wieder mit einem neuen Format. Wird das Format flächendeckend singulär eingeführt, werden alle alten DVB-T Empfänger nutzlos. Und das das so kommen wird, davon kann man ausgehen. Schließlich wird man nicht ein neues Format einführen um dann ewig beide Formate syncron laufen zu lassen.
Den Anfang machen bei diesem Unsin mal wieder die Privaten. RTL wird anfangen „Testweise” sein Senderfamilie in MPEG-4 über DVB-T auszustrahlen. Die öffentlich-rechtlichen schauen gespannt zu.
Und warum das ganze mit der Umrüstung und Neuorientierung für den Verbraucher? Um Kosten zu sparen, den die Qualität der Bildinhalte bleibt wohlgemerkt gleich!
