DVB-T, DVB-S, und DVB-C - wo liegen die Unterschiede?

Für manch einen Verbraucher ist das doch recht verwirrend, mit den verschiedenen Bezeichnungen für die unterschiedlichen Empfangsarten des digitalen Fernsehens. Mit DVB-T, DVB-S, und DVB-C buhlen gleich drei neue Arten um die Gunst des Verbrauchers.

Wie sie die einzelnen Arten empfangen können und worin die Stärken und Schwächen der einzelnen Empfangsarten liegen, das erfahren sie nun im folgenden Bericht.

DVB steht für Digital Video Broadcasting und ist der Nachfolger des analogen Antennenfernsehens. Die Buchstaben nach dem DVB geben die Sendeart der Signale bekannt. Das “T” bedeutet “Terrestrisch” und beschreibt die Signalübertragung über Antennen auf der Erdoberfläche. Das “C” steht hingegen für Cable das englische Wort für Kabel und bedeutet die Signalübertragung findet über, unter der Erde verlegte Kabel satt. Das “S” wiederum ist der Anfangsbuchstabe für Satellit. Hier werden die Signale mit Hilfe von geostationären Satelliten übertragen.

Mittlerweile ist das digitale Fernsehen (DVB-T) beinahe flächendeckend (98,8 Prozent) bundesweit verfügbar. Nur in sehr dünnbesiedelten Gebieten ist kaum oder gar nicht empfangbar. Die flächendeckende Ausbreitung war auch die Bedingung, bevor es Überhaupt zur Schrittweisen Einstellung des analogen Antennenfernsehens kommen konnte.

Das neue digitale Format sollte dem Nutzer bessere Bilder liefern und bedeutete für die Sender gleichzeitig den Einstieg in neue digitale Zeitalter. Kommen wir nun zu den verschiedenen Empfangsarten.

DVB-T ist die einfachste und kostengünstigste Variante für das digitale Fernsehen.

Mit einem einfachen DVB-T Empfänger, für ca. 30 Euro zu erwerben und einer DVB-tauglichen Zimmerantenne (um 15 Euro), ist alles notwendige für den Empfang besorgt. Antenne mit dem DVB-T Receiver verbinden und den Receiver an den Fernseher anschließen - fertig. Alles notwendige für den Empfang ist vorbereitet.

Wie bereits beschrieben, ist das DVB-T Signal auf 98,8 Prozent des gesamten Bundesgebietes zu empfangen. Natürlich ist bedeutet der bloße Empfang nicht genug. Auf eine ausreichende Signalstärke kommt es an.

Hier haben DVB-T Receiver, besonders in Häuserschluchten von Großstädten, manchmal Probleme. Mitunter haben die Bewohner des Hauses eine unterschiedlich hohe Anzahl an Kanälen, je nach dem wo sie im Haus wohnen und welche Signalstärke da vorherrscht.

Dafür fallen aber nach den ersten Ausgaben, keine weiteren Kosten mehr für den Senderempfang an.

Beim DVB-S ist das auch so. Für die satellitengestützte Signalübertragung braucht man nur eine Satellitenempfangsanlage. Diese besteht aus einem DVB-S Receiver und der Satellitenschüssel. Die Installation ist ein wenig aufwendiger, da zuerst die Schüssel auf den Satelliten ausgerichtet werden muss und auch dann entsprechend so am Haus befestigt werden muss. Mit modernen Satelliten-Receivern gelingt das Dank der Unterstützung der Geräte mittels eines Satellitenfinders - recht schnell und unproblematisch.

Die Anbringung des Satelliten am Haus ist das weitaus größere Problem. Als Hauseigentümer kann man sich jeden Ort aussuchen. Mieter müssen zuvor die Genehmigung des Vermieters einholen und das wird leider häufig verweigert. Natürlich muss der Vermieter in so einem Fall ein andere Signalübertragungsart zur Verfügung stellen beispielsweise Kabel.

Auch beim DVB-S fallen nach der Installation, keine weiteren Kosten mehr an. Die Senderauswahl ist zudem größer als beim DVB-T. Beide Empfangsarten sind aber anfällig bei Gewittern, Unwettern und Stürmen für Bildbeeinträchtigungen. Dabei kann das Bild mal stocken, es kommt zur Pixelbildung oder das Bild ist kurz weg - alles wie am Anfang des Antennenfernsehen.

Weitaus weniger anfällig für Störungen, ist das DVB-C. Durch die Signalübertragung über das Kabel hat man so gut wie keine Beeinträchtigungen des Signals. Schäden am Kabel, etwa durch Bauarbeiten, unterbrechen die Versorgung zwar dann komplett, sind aber sehr selten.

Für den Empfang braucht man eine Kabelanbieter der einem die Signale liefert. Je nach Region in Deutschland gibt es unterschiedliche Anbieter. Neben dem Kabelbetreiber braucht dann noch eine DVB-C Receiver und es kann losgehen. Für den Kabelanschluss werden natürlich monatliche Gebühren fällig, was diese Empfangsart auf Dauer zu der teuersten macht. Die gleichbleibende Signalqualität und Stärke und das geringfügig größere Senderangebot als auf DVB-S, machen DVB-C trotzdem recht interessant.


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