HDTV-Receiver - Kabel- oder Sat-Empfang?

Um hochaufgelöste Kabel- und Satellitenprogramme empfangen zu können, benötigt man zwangsläufig eine HDTV-Receiver. Besitzt dieser auch noch eine Festplatte (Festplattenreceiver), dann kann man zudem noch die Programminhalte aufzeichnen. Dank komfortabler Ausstattung und Funktionen möchte man die Geräte dann kaum wieder hergeben.

Welche der beiden Empfangsarten bieten nun welche Vorteile und was muss ich jeweils beachten. Das ist Gegenstand des folgenden Beitrags.

Digitaler Sat-Empfang

Digitaler Satelliten und Kabelempfang eröffnet dem Fernseherzuschauer ungeahnte Programmvielfalt. Beim digitalen Satelliten-Empfang sind es 221 frei empfangbare deutschsprachige Sender. Im Vergleich zum DVB-T mit seinen 27 bis 31 Sendern ein Riesenunterschied.

Die Installation der Satellitenanlage ist relativ problemlos. Einmal ausgerichtet zum Fernsehersatelliten lassen sich alle Programme empfangen. Die Satellitenbetreiber haben meistens mehrere Satelliten auf der selben geostationären Umlaufbahn. Dazu kreisen mehrere Satelliten nebeneinander über einer festen Erdposition. Die für den deutschsprachigen Raum relevanten Astra-1 Satelliten befinden sich auf der Position 19,2 Grad Ost.

Digitaler Kabelempfang

Digitaler Kabelempfang offeriert dem Zuschauer weniger Sender als digitaler Satellitenempfang. Zwar ist der Unterschied bei einem Betreiber sehr gering, bei den beiden anderen dafür aber um so größer.

De facto gehört das deutsche TV-Kabelnetz drei Unternehmen. Kabel Baden-Württemberg (Kabel BW) betreibt das Kabelnetz im gleichnamigen Bundesland. Unitymedia betreibt das TV-Kabelnetz in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Und in den übrigen Bundesländern ist Kabel Deutschland der Netzbetreiber.

Durch diese Konstellation sind die Kabelbetreiber preislich nicht an irgendwelche Vorgaben gebunden und auch das Angebot präsentiert sich dementsprechend uneinheitlich. Mit bis zu 200 Sendern bei einigen Kabelnetzbetreibern (z.B. Kabel BW) und nur 26 frei-empfangbaren bei andere (Unitymedia und Kabel Deutschland) ist die Angebotsspanne sehr breit.

Die digitalen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und Unitymedia speisen beispielsweise nur die öffentlich-rechtlichen Sender unverschlüsselt ins Netz. Für den Empfang der privaten Sender (Pro7, RTL, etc.) brauchen Sie eine Abokarte. Diese Karte ist aber bei beiden Kabelanbietern bereits im monatlichen Preis für das digitale Kabelfernsehen enthalten. Mit der Abokarte empfangen sie weitere 50 Sender, was die Gesamtzahl der dargebotenen Sender auf 76 erhöht.

Wie bereits erwähnt, betrifft das mit den 76 Sendern nur die Kabelbetreiber Kabel Deutschland und Unitymedia. Bei Kabel BW (Baden Württemberg) erhält man als Kunde gleich den Zugang zu ungefähr 200 deutsprachigen Sendern.

 

Der Grund für die Unterschiede beim digitalen Kabelempfang liegt in der Ursache, das das digitale Kabelnetz in privater Hand ist. Diese Unternehmen stemmen auch die gewaltigen Ausgaben für den Ausbau, Betrieb und die Instandhaltung des Kabelnetzes. Entsprechend liegen den Preisen und Angeboten unterschiedliche Kalkulationen zugrunde.

Fazit

Digitaler Kabelempfang ist immer mit monatlichen Kosten verbunden. Diese kommen zu den GEZ Gebühren hinzu. Zudem ist die Sendervielfalt auch beim Anbieter mit der größten Auswahl (Kabel BW) immer noch geringer als beim Sat-Empfang.

Beim digitalen Satellitenempfang muss man bei Unwettern und starken Regen mit Störungen rechnen. Diese kommen natürlich bei hochaufgelösten Sendern besonders zum Tragen. Dafür hat man bis auf die einmaligen Installationskosten und den monatliche Rundfunkgebühren keine weiteren Kosten.


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