LG plant eventuellen Ausstieg aus dem Plasmafernseher Business
Noch ist nichts entschieden, aber übereinstimmenden Medienberichten zufolge, denkt man beim südkoreanischen Elektronikhersteller laut über einen Ausstieg aus dem Plasmafernsehergeschäft nach.
In einem Gespräch mit der japanischen Nachrichtendienst “Kyodo News”, deutete das zumindest der Vizepräsident von LG Lee Gyu-Hong an. In Folge des Preiskampfes auf dem Fernsehermarkt und zusätzlich angefacht durch die Wirtschaftskrise, wird es für den Konzern zunehmend schwieriger rentabel Plasmafernseher zu produzieren.
Gyu-Hong führte weiter aus, das noch keine endgültige Entscheidung getroffen wäre, das Unternehmen werde die Marktlage bis Ende 2009 beobachten, um dann zum Ende des Jahres eine Entscheidung zu treffen.
Er südkoreanische Konzern LG wäre dann auch nicht der erste Fernseherhersteller, der sich von der Plasmatechnologie verabschiedet. Bereits im Jahr 2007 ist der niederländische Fernseherproduzent Philips aus dem Geschäft mit Plasmapanels ausgestiegen und im Jahre 2008 stieg auch der Plasma-Pionier Futjitsu aus der Plasmabildschirmfertigung aus. Im selben Jahr gab auch einer der rennomiertesten Marken in der Plasmafernseherbranche Pioneer seinen Rückzug aus der Fertigung eigener Plasmapanels bekannt.
Die Gründe liegen bei den meisten Herstellern, in einer unrentablen Geschäftsauslastung. Vergleichbare LCD-Fernseher sind zumeist billiger als gleichgroße Plasmafernseher. Die Vorteile der Plasmatechnik kommen zudem erst ab ca. 50 Zoll aufwärts richtig zum tragen. Bisweilen wird der Fernsehermarkt aber noch von den Größen 32 bis 42 Zoll dominiert.
Bei diesen Größen findet man durchaus auch LCD-Fernseher, die die gleiche und sogar bessere Bildqualität bieten, als vergleichbare Plasmafernseher. Bleibt also abzuwarten, wie sich der Markt für Plasmafernseher entwickelt.
