Lernfähige Fernbedienung - Die Geschichte
Eine Fernbedienung ist ein wunderbares Instrument. Bequem auf dem Sofa lümmeln und alle wichtigen Funktionen “fern bedienen”. Bereits kurz nach der Einführung der Farbfernseher kamen die ersten Modelle mit Fernbedienungen auf dem Markt.
Schon beim Schwarzweiß-Fernseher wurde mit kabelgebundenen Fernbedienungen experimentiert. Über einen Regler, der mit einem Kabel an den Fernseher angeschlossen war, konnte man die Lautstärke der ersten Fernbedienbaren Fernseher einstellen. Dabei durfte man nicht soweit entfernt stehen oder sitzen, den das Kabel war mit ca. 1,50 Meter recht kurz bemessen. Aber die Bilddiagonalen waren damals auch nicht so groß. Ich glaube 42 cm bis 56 cm waren die Bilddiagonalen der meisten Röhrenfernseher damals.
Am Anfang der Fernbedienungen gab es noch zwei konkurrierende Übertragungssysteme. Einige Hersteller verwendeten, die noch heute gebräuchliche Infrarottechnologie und andere Hersteller setzten statt dessen auf Ultraschall als Übertragungsmethode.
Die älteren Leser unter uns werden sich noch an die Telefunkengeräte erinnern, deren Fernbedienungen am oberen Ende Löcher im Gehäuse aufwiesen. Diese Fernbedienungen arbeiteten mit einem Ultraschallsender. Als Kinder konnten wir noch den Ton ganz leise als ein Piepen wahrnehmen. Da sich mit zunehmenden Alter des Menschen auch die Bandbreite der Töne einschränkt, die man wahrnehmen kann, konnten die meisten Erwachsenen den Ton nicht wahrnehmen.
Im Laufe der Jahre hat sich das Infrarotverfahren gegen die Ultraschall-Übertragungsmethode durchgesetzt. Die Sender und Empfangseinheiten waren wesentliche günstiger herzustellen und über den Preis setzte sich das System durch. Ein Glück für die Tierwelt. Den im Gegensatz zu uns Menschen können die meisten Tiere (z.B. Hunde), Töne im Ultraschallbereich durchaus wahrnehmen.
Heute besitzen eigentlich alle Fernbedienungen einen Infrarot Sender, der die Befehle der Fernbedienung über Lichtblitze an das zu steuernde Gerät überträgt. Das Licht im Infrarotwellenbereich ist dabei unsichtbar für das menschliche Auge und wird mit Hilfe einer Leuchtdiode erzeugt. Einige hochwertige lernfähige Fernbedienungen (wie zum Beispiel die Logitech Harmony 1100) besitzen zwei Infrarot-Dioden. Damit erhöht sich die Reichweite und der Abstrahlwinkel der Fernbedienung. Sinnvoll, wenn mehrere Geräte mit den Fernbedienungen angesteuert werden müssen und sie an unterschiedlichen Stellen stehen. Bei einigen lernfähigen Fernbedienungen sind bis zu 22 Geräte steuerbar.
Die erste lernfähige Fernbedienung mit der man mehrere Geräte unterschiedlicher Hersteller steuern konnte, wurde 1986 von der amerikanischen Firma “One for all” entwickelt. Im Jahre 1992 brachte man auch die ersten Modelle auf den deutschen Markt.
Die Programmierung der Geräte stellte sich anfänglich für manchen Benutzer als kaum zu überwindendes Hindernis heraus. Eine Vielzahl an Herstellern und Billig No-Name Produkten erschwerte dieses Unterfangen abermals. Moderne lernfähige Fernbedienungen sind heute wesentlich einfacher zu programmieren. Dazu aber in einem der folgenden Beiträge mehr.
Lernfähige Fernbedienungen werden heute von den unterschiedlichsten Herstellern angeboten. Der “Erfinder” One for all ist natürlich immer noch vertreten, wie auch Philips, Sony oder auch der ehemalige Computermaus Hersteller Logitech. Selbstverständlich gibt es noch jede Menge anderer Billig, aber auch Luxus-Hersteller - so das eigentlich jeder seine gewünschte Fernbedienung finden kann.
Wie einfach eine lernfähige Fernbedienung zu programmieren ist und warum heute sich keiner mehr davor scheuen muss, erklären wir Ihnen im folgenden Beitrag: Lernfähige Fernbedienungen - Die Programmierung
