Lernfähige Fernbedienung - Die Programmierung

In dem Beitrag: Lernfähige Fernbedienung - Die Geschichte haben wir bereits die Entstehungsgeschichte der Universalfernbedienungen, wie sie im Volksmund auch genannte werden, ausführlich behandelt. In diesem Beitrag widmen wir uns nun der Programmierung der Fernbedienung.

Generell gibt es eigentlich nur vier Methoden der Programmierung:

  • Per Code
  • Übers Telefon
  • Von der Originalfernbedienung
  • Mit dem Computer

Im folgenden stellen wir Ihnen die einzelnen Möglichkeiten einmal näher vor und gehen auch auch die sytembedingten Vor- und Nachteile der Programmierungsarten ein.

Per Code

Die Programmierung der Fernbedienung über einen Code setzt eine eigene Speichereinheit in der Fernbedienung voraus. Das bedeutet die Universalfernbedienung besitzt einen Speicher, in dem sie alle Befehlssätze für mehrere tausend Geräte gespeichert hat.

Über das Handbuch oder einer mitgelieferten CD muss sie oder er sich den passenden Code für sein/e Geräte aussuchen und den Code in die Fernbedienung eingeben. Damit werden alle notwendigen Befehlssätze in der Fernbedienung aktiviert und die Universalfernbedienung ist einsatzbereit.

Diese einfache und schnelle Programmierung hat aber einen kleinen Nachteil. Da sich die gesamten Befehlssätze bereit in der Fernbedienung enthalten, ist eine Aktualisierung der Datensätze beim Nutzer eigentlich unmöglich. Diese Updates sind aber besonders in der schnelllebigen Unterhaltungselektronikwelt nicht außer acht zu lassen.

Übers Telefon

Eine andere Variante der Programmierung läuft über das Telefon. Über eine bestimmte Herstellernummer erhält die Universalfernbedienung die benötigten Befehlssätze. Das Telefon überträgt dabei mit Hilfe seines Lautsprechers elektromagnetische Schwingungen die die Fernbedienung auf das gewünschte Gerät einstellen. Dazu wird die Fernbedienung an das Telefon gehalten oder kann auch neben das Telefon gelegt werden.

Vorteil dieser Programmierungsart: Als Nutzer/in erhält man über das Telefon Zugriff auf eine externe Datenbank. Diese kann ständig aktualisiert und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Aber Vorsicht: Nicht jeder Hersteller macht das auch!

Der größte Nachteil ist mitunter die horrenden Telefongebühren die einige Hersteller für die Codeübertragung verlangen. Während viele Hersteller eine gebührenfreie Nummer anbieten, verlangen einige Hersteller über einen Euro die Minute. Hier sollte man genau auf das Kleingedruckte achten.

Von der Originalfernbedienung

Die Programmierung einer Universalfernbedienung mit Hilfe der Originalfernbedienung ist einer der bekanntesten und verbreitetsten Methoden. Dazu sendet man die Originalcodes der herkömmlichen Fernbedienung an die neue lernfähige Fernbedienung und programmiert sie so.

 

Diese Prozedur stellt sich bisweilen recht mühsam dar, muss man doch für eine vollständige Programmierung jede einzelne Taste der alten Fernbedienung betätigen. Dazu werden beide Fernbedienungen (die herkömmliche und die lernfähige) mit den Infraroteinheiten aufeinander ausgerichtet und das programmieren kann beginnen.

Für Sondertasten, also für fernseherspezifische Funktionen, stehen in der Regel frei belegbare Taten auf der lernfähigen Fernbedienung bereit.

Diese Programmierart hat den großen Vorteil, das man beinahe jede Fernbedienung ersetzten kann. Vorausgesetzt sie ist noch vorhanden und man kann die Infrarotcodes noch übertragen. Fehlt die Originalfernbedienung ist die Programmierung fast ausgeschlossen.

Mit dem Computer

Bei Programmierung einer lernfähigen Fernbedienung über den Computer, wird die zu programmierende Fernbedienung mit dem Computer verbunden. Mit Hilfe des Internets oder einer mitgelieferten CD-ROM sucht man sich nun sein passendes Gerät aus und programmiert die neuen Fernbedienung.

Dazu verbindet man die Universalfernbedienung mit einem USB-Kabel mit dem Computer und überträgt die Daten.

Diese Art der Programmierung gestaltet sich recht einfach, setzt aber den Besitz eines Computer voraus. Werden die Daten zudem noch von einer Datenbank im Internet abgerufen, braucht man zusätzlich noch einen funktionierenden Internetanschluss.

Die Internetdatenbank hat natürlich auch den großen Vorteil, das sie vom Hersteller permanent auf den aktuellsten Stand gehalten werden kann. Beim Wechsel von Komponenten, kann die lernfähige Fernbedienung eventuell auch hierfür verwendet werden.

Fazit

Die Art der Programmierung sollte immer so gewählt werden, das dem oder der Nutzer/in keine unnötigen Belastungen entstehen. Der Oma beispielweise eine lernfähige Fernbedienung zu schenken, die nur per Computer und über das Internet zu programmieren ist, ist keine so gute Wahl. Hier ist vielleicht doch die Programmierart mit Hilfe der Originalfernbedienung vorzuziehen.

Welche Programmierart sie auch bevorzugen, mit der richtigen lernfähigen Fernbedienung kann man die “Fernbedienungs-Flut” wirksam eindämmen.


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