Plasma Fernseher - Wo liegen die Vorteile?
Ein Plasma Fernseher ist häufig teuer, verbraucht viel Strom und es gibt ihn erst ab bestimmten Bilddiagonalen. Das sind die gängigsten Vorurteile gegenüber der Plasmatechnologie. Aber wie alles im Leben haben auch die Plasma Fernseher ihre Nachteile und eben auch ihre Vorteile.
Was genau die Plasmatechnologie gegenüber der LCD-Technik auszeichnet, das ist Gegenstand dieses Artikels.
Ohne genau auf die Funktionsweise beider Technologien einzugehen, so muss man doch grundsätzlich verstehen, das das Bild auf einem Plasmabildschirm mit Hilfe einzelner Leuchtpunkte zustande kommt und beim LCD-Fernseher durch eine permanenten Hintergrundbeleuchtung.
Dieser grundlegende Unterschied in der Bilderzeugung, ist auch gleichzeitig für die meisten Differenzierungen zwischen beiden Technologien verantwortlich.
Fangen wir mit den Bilddiagonalen an. Plasma Fernseher sind erst ab 32-Zoll oder 37-Zoll erhältlich und dann auch nicht in Full-HD (1920 x 1080 Pixel). In Full-HD gibt es Plasma Fernseher erst ab 42-Zoll. Der Grund liegt in der Funktionsweise der Plasmatechnologie.
Jeder Bildpunkt benötigt eine Leuchtstoffröhreneinheit mit den drei Grundfarben. Das bedeutet das man 1920 x 1080 also insgesamt 2.073.600 einzelne Einheiten auf der Bildschirmfläche unterbringen muss. Bei 32- bzw. 37-Zoll ist das technisch noch nicht machbar. Erst ab 42-Zoll ist genug Platz zur Anordnung der Leuchteinheiten da.
Da der Bedarf an größeren Bilddiagonalen nicht so schnell anstieg, wie der Bedarf an Flachbildfernsehern im allgemeinen, haben einige Hersteller Plasma Fernseher mit kleinere Bilddiagonalen auf dem Markt gebracht. Die Hersteller wollten den Boom der Fernsehergeräte, der pünktlich vor den olympischen Sommerspielen in Peking stattfand, nicht verpassen. Resultat waren Fernsehergeräte ohne Full-HD und mit schlechten Bildwerten. Ein Bärendienst für die Plasmabranche.
Also auch wenn es jetzt Plasma Fernseher in kleineren Bilddiagonalen gibt, so sind sie dennoch erst ab 42-Zoll und in Full-HD wirklich zu empfehlen.
Plasma Fernseher verbrauchen mehr Strom als vergleichbare (selbe Bilddiagonale) LCD-Fernseher. Das ist kein Vorurteil, das ist eine Tatsache.
Begründet ist das wieder in der unterschiedlichen Bilderzeugung bei beiden Fernsehertypen. Während der LCD-Fernseher das Bild mit Hilfe einer permanenten Hintergrundbeleuchtung und dem Flüssigkristallfeld davor erzeugt, hat ein Plasma Fernseher für jeden einzelnen Bildpunkt insgesamt drei Leuchteinheiten.
Klar, das über 6 Millionen kleine unterschiedlich farbige Leuchteinheiten mehr Strom verbrauchen als eine Hintergrundleuchte. Dafür liefern Plasma Fernseher auch immer wesentliche bessere Kontrastwerte als LCD-Fernseher.
Wenn dunkle oder besser gesagt schwarze Flächen auf einem Plasma Fernseher erzeugt werden müssen, dann bleiben die die betreffenden Bild- bzw. Leuchteinheiten einfach aus. Bei einem LCD-Fernseher wird nur die Flüssigkristallschicht auch undurchlässig gestellt, die Leuchteinheit brennt weiter. Was dann häufig auch das berüchtigte Anthrazit statt Schwarz erzeugt.
Mit speziellen Folien und Filtern haben die Hersteller von LCD-Fernsehern das Problem zwar schon einigermaßen in Griff bekommen, aber eine Überprüfung der Schwarzwerte sollte bei einem LCD-Fernseher immer erfolgen.
Jedes System hat seine Tücken aber auch seine ganz klaren Vorteile. Genauso verhält es sich auch mit der Plasmatechnologie. Generelle Verurteilungen sollt man sich sparen und lieber die eigene subjektive Wahrnehmung entscheiden lassen. Den schließlich müssen sie jeden Tag auf das Bild schauen und können dann nicht jemanden anderen die Schuld an ihrer Entscheidung geben.
