DVI vs HDMI - Ein kleiner Vergleich
Eines vorweg DVI und HDMI übertragen die selben Bildnormen. Aber nur HDMI-Anschlüsse haben auch immer den Kopierschutz HDCP (High Definition Digital Content Protection) mit an Bord. Ob der DVI-Eingang bzw. Ausgang auch den HDCP Kopierschutz unterstützt entnehmen sie immer der Bedienungsanleitung des jeweiligen Gerätes.
Wenn ihr Fernseher beispielsweise keinen HDMI-Eingang besitzt sondern einen DVI-Eingang, dann können sie mit Hilfe eines Adapterkabels trotzdem das Gerät mit dem HDMI-Ausgang anschließen. Natürlich muss der DVI-Eingang HDCP unterstützen.
Passende Adapterkabel kosten um die 18 Euro im Fachhandel. Für die umgekehrte Variante gibt es kleine Adapter, ähnlich wie die RGB auf SCART Adapter, mit den sich ein HDMI-Kabel an einen DVI-Eingang anschließen lässt.
Der vielleicht größte Nachteil von DVI gegenüber HDMI, ist vielleicht die getrennte Übertragung von Bild- und Tonsignalen. Bei HDMI werden Bild und Tonsignale gemeinsam über ein Kabel digital übertragen. Bei DVI hingegen müssen sie für den Ton ein extra Kabel anschließen. Ob digital oder analoge Übertragung, dass hängt vom jeweiligen Gerät ab.
Ein wesentlicher Vorteil von DVI gegenüber HDMI ist wiederum die Robustheit der Anschlussart selbst. Während HDMI-Schnittstellen recht filigran sind und die Kontaktstifte recht schnell dazu neigen abzuknicken und wegzubrechen. Haben DVI-Anschlüsse massivere Kontaktstifte und eigenen sich besser für häufigeres Umstecken.
Fazit: Von der Bildqualität nehmen sich DVI und HDMI nichts. Wer aber mit HDCP verschlüsselte Inhalte wiedergeben möchte der muss sichergehen das der DVI-Anschluss HDCP unterstützt. Ansonsten ist er mit HDMI-Schnittstellen auf dr sicheren Seite. HDMI hat den HDCP Kopierschutz immer mit an Bord.
