OLED Fernseher - Die Technik dahinter

OLED Fernseher werden die zukünftigen Stars des Fernsehermarktes sein. Die Betonung liegt hier aber klar bei “zukünftig”, den derzeit gibt es außer dem 11-Zoll Fernseher XEL-1 von Sony keinen anderen käuflichen OLED Fernseher. Außerdem gibt es meiner Kenntnis nach keinerlei Fertigungsstätten für OLED-Bildschirme weltweit.

Angesichts der derzeitigen Wirtschaftsflaute wird sich das wohl auch kaum ändern. Langfristige Investitionen werden von den Herstellern hinaus geschoben und vorhandenen Ressourcen lieber in die Verbesserung bestehender Fabrikationsanlagen (zumeist LCD-Fertigungsstätten) gesteckt.

Die beiden federführenden Firmen im OLED-Markt sind der japanische Elektronikriese Sony, der auch den besagten ersten OLED-Fernseher auf den Markt brachte und der südkoreanische Samsung Konzern.

Die OLED-Technik funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Jeder Bildpunkt besteht aus drei kleinen Lämpchen in den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Farben werden im additiven Verfahren, also durch Mischen der drei Grundfarben erzeugt. Bei Schwarzdarstellung bleiben die Lämpchen in dem Bereich einfach aus.

Diese Funktionsweise beschert dem OLED-Fernseher eine überragende Schwarzdarstellung und niedrigen Stromverbrauch. Gleichzeitig haben die Bildschirme sehr hohe Kontrastwerte.

OLED-Bildschirme werden derzeit in einem komplizierten Verfahren in Labors hergestellt. Dazu werden Platinen mit den Leuchtstoffen bestückt oder besser gesagt bedampft. Problem ist dabei die Fertigung größerer Bilddiagonalen. Beide Hersteller arbeiten aber mit Nachdruck an der Optimierung der Verfahren.

Wir dürfen also gespannt sein wann die ersten “richtigen” Fernseher mit OLED-Technik auf dem Markt kommen. Auf Messen konnte man zwar schon 40-Zoll OLED-Fernseher bewundern. Diese sind aber noch handgefertigt und reine Prototypen.


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