LG steigt aus der Produktion von Plasmafernsehern aus
Und da blieben nur noch zwei. Wie der Branchendienst Digitimes berichtete möchte der südkoreanische Konzern LG aus der Plasmabildschirmproduktion aussteigen. Damit bleiben mit Panasonic und Samsung nur noch zwei Fernseherproduzenten mit einer eigenen Plasmabildschirmproduktion.
Nach Pioneer ist LG nun schon der zweite große Hersteller, der binnen einer kurzen Zeit diesen Schritt vollzieht. Die Gründe hierfür gibt LG mit dem sinkenden Absatz der Plasmafernseher an. Dieses führt der Konzern auf die Verdrängung der Plasmafernseher aus der 42-Zoll Klasse durch die billigere LCD Konkurrenz zurück. Damit verloren die Plasmafernseher eine weiteren starken Absatzmarkt in der Klasse der 42-Zöller.
Die Fabrikationsanlagen werden an den chinesischen Konzern Choundoung verkauft. Der chinesische Konzern möchte derzeit mit Plasmafernsehern sich verstärkt auf dem chinesischen Markt etablieren und kann die Produktionsstätten deswegen sehr gut gebrauchen.
Panasonic, der weltgrößte Plasmafernseher Hersteller, gab auf Nachfrage bekannt, dass man keinerlei Ausstiegspläne verfolge und im Gegenteil derzeit sogar weltweite seine neuen NeoPDP Plasmafernseher vermarktet.
Fachleute wissen aber das keine Nachricht so alt ist wie die von gestern.
Den auch LG hat noch vor kurzem auf Nachfrage von seinem Presssprechern in Deutschland mitteilen lasse: “Ich denke unsere neueste Generation zeigt, dass wir weiter zu Plasma stehen und darin noch viel Potential sehen.” Potential sie zu verkaufen scheinbar.
Ganz ehrlich, von der dargebotenen Qualität waren die LG Plasmafernseher sowieso nie führend. Besonders der extrem, hohe Stromverbrauch und die zum Teil miserable interne Signalverarbeitung, waren eines Full-HD Fernseher nicht wert. Kein großer Verlust für die Plasmawelt also.
