Deutsche Fernseher sind rar
Deutsche Fernseher sind rar geworden in Deutschland. Was sich im ersten Moment paradox anhört, ist aber leider bittere Realität. Drehen wir doch mal den Spieß um. Wie viele deutsche Fernseherhersteller kennen Sie den überhaupt?
Die älteren unter uns werden sagen: Telefunken, Nordmende oder Blaupunkt.
Dabei sind beide Marken schon längst verschwunden. Telefunken wurde vom französischen Thomson Konzern übernommen, der die Fernseherproduktion in den deutschen Standorten stilllegte und Nordmende ist einfach nur Konkurs gegangen.
Blaupunkt hat schon früh den ruinösen Preiskampf mit der Konkurrenz aus Fernost erkannt und hat deswegen frühzeitig seine Fernseherproduktion aufgegeben und sich auf sein Kerngeschäft mit Autoradios konzentriert.
Jüngere werden die Marken Grundig oder Philips nennen.
Grundig ist insolvent gewesen und der Name sowie die Produktionsstandorte sind in die Hände des türkischen Elektronikkonzerns Beko gefallen. Fernseher werden nicht in Deutschland hergestellt.
Philips ist ein niederländischer Konzern. Auch wenn der erste Standort außerhalb der Niederlande in Deutschland war, Fernseher werden nicht vom Konzern in Deutschland gefertigt.
Es gibt eigentlich nur drei Fernseherhersteller aus Deutschland. Loewe, Metz und Technisat. Alle drei betreiben noch Produktionsstandorte für Fernseher in Deutschland und können sich deswegen deutsche Fernseherhersteller nennen.
Zwar muss man auch hier einschränken, das keiner der drei Hersteller über eine eigene Bildschirmproduktion verfügt, aber zusammen gesetzt werden die Fernsehergeräte hier in Deutschland. Ich denke das reicht auch für einen der unbedingt einen deutschen Fernseher besitzen will, schließlich soll man es auch mit der deutschtümelei nicht übertreiben oder fahren nur deutsche Autos auf deutschen Strassen?
