Dynamisches Kontrastverhältnis – Schöner Humbug
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Als ich mich vor einigen Jahren begann mit der neuen Technik der Flachbildfernseher zu beschäftigen, gab es noch kaum Standards für die neuen Fernseher. Standards dienen aber auch zur Bewertung und damit der besseren Vergleichbarkeit der einzelnen Produkte und sind somit sehr hilfreich.
Das Kontrastverhältnis war einer dieser Werte ohne allgemein gültiges Feststellungsverfahren. Fachleute sprachen davon, dass man das vom Hersteller angegebenen Kontrastverhältnis nicht unbedingt als den entscheidenden Faktor für den Kauf heranziehen sollte.
Der Grund lag darin, dass die Hersteller das Kontrastverhältnis auf unterschiedliche Arten maßen. Hersteller A erzeugte ein Schachbrettmuster in Schwarzweiß auf dem Bildschirm und ermittelte so den Wert. Hersteller B wiederum erzeugt ein weißes Bild auf dem Bildschirm und schaltete den Bildschirm danach einfach aus und nahm diese Werte zur Grundlage des Kontrastverhältnisses.
Während das erste Verfahren dem normalen Messverfahren sehr nahe kommt, hat die zweite Methode nicht mehr viel mit einer seriösen Ermittlung von Werten zu tun. Denn die sollen ja schließlich auf der Grundlage von realitätsnahen Bedingungen erfolgen.
Und wann bitte schön geht während einer Bildwiedergabe der Fernseher aus. Niemals! Aber so kann man sehr schön die Werte hoch zaubern.
Nun sind haben sich die Hersteller für einheitliche Richtlinien geeinigt. Wer aber glaubt das damit der Spuk mit dem An- und Ausschalten der Bildschirme ein Ende hat, der hat sich leider getäuscht. Das heißt jetzt nur „dynamisches Kontrastverhältnis”. Wer Wert auf realitätsnahe Werte legt der erkundigt sich lieber nach dem „nativen” Kontrastverhältnis. Hier hat man Werte die aus dem laufenden Betrieb stammen.
