Flachbild Fernseher - Sie werden immer Größer
Der Flachbild Fernseher hat unsere Sehverhalten revolutioniert. Wer hätte noch vor wenigen Jahren geglaubt, dass wir uns mal über Bilddiagonalen von über 1,50 Meter unterhalten und dabei nicht einmal im Millionärsclub sind. Dumpingpreise bei 50- bis 60-Zoll Modellen machen für einige - Träume war.
Der Flachbild Fernseher gehörte lange Jahre zu den Ausstattungsmerkmal für Menschen die etwas im Leben erreicht hatten. Mit Preisen wie bei einem Mittelklassewagen, waren die Flat-TV´s wie sie im neudeutsch heißen, nicht für jedermann erschwinglich. Und deswegen auch ein begehrtes Statussymbol.
Nun wo es de facto eigentlich keine nennenswerte Anbieter von herkömmlichen Röhrenfernsehern in Europa mehr gibt, werden die Flachbild Fernseher in immer größeren Bilddiagonalen angeboten. Sprach man früher noch bei einer 71cm Bilddiagonalen beim Röhrenfernseher vom Wohnzimmerformat, so fängt heutzutage das Wohnzimmerformat erst bei 94cm an.
Ich weiß nun nicht ob das Durchschnittswohnzimmer der Deutschen größer geworden ist oder ob uns im Laufe der letzten Jahre die Fernseherproduzenten so sehr das Gehirn gewaschen haben, aber die Bilddiagonalen wachsen ständig an.
Dabei spielt ab einer bestimmten Größe, der Betrachtungsabstand eine entscheidende Rolle für die Bildqualität. Auch für die Wahrnehmung ist der richtige Abstand zum Flachbild Fernseher entscheidend. Die Problematik dürfte jedem bekannt sein, der sich in seiner Jugend und im Übereifer einmal auf die vordersten Sitze im Kino gesetzt hat. Neben der Nackenstarre die man sicherlich davon getragen hat, gingen auch wesentliche Teile des Filmes an einem vorbei. Un das im wahrsten sinne des Wortes. Das Auge konnte die Information nicht aufnehmen.
